Noch mehr Geschichtchen

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Eines Tages in Würzburg hingen wir am Bahnhof rum und soffen Bier. Es war noch früher Vormitag, denn auch wenn es vielleicht seltsam scheint, asoziale sind meist frühaufsteher, notgedrungenermassen. Eine sind’s wegen der Alkoholabhängigkeit (die mich glücklicherweise noch nicht in ihren Fängen hat, denn traurig ist es mitanzusehen wie z.B. eine 19 jährige vor Alkoholendzugserscheinungen fast eingeht), andere weil sie ihren Tagessatz so zwischen 9 und 10 im nächsten Rathaus abholem müssen. Trotzdem verblüfft es mich irgendwie doch das ich damals als Kurzeitstudentin viel später aufstand und mich um weniger Papierkram kümmern musste als jetzt mit meinem Pennerdasein… Egal. Wir hockten also auf der Bahnhofswiese, ein paar Punks mit Hunden, ein paar Berber, ein paar Hip-Hop Asis (immer wieder erstaunlich wie es doch manchmal erfreulicherweise klappt die ganzen Klischees und Fassadenzwänge wegzuwerfen und sich in trauter Faulheit aus allen Randgruppen zusammenzusetzen, auh wenn es immer wieder den typischen „ey, du musst buttons tragen um ein punk zu sein“ Heini gibt, leider) quaselten über nichts und genassen einen lauen sonnenschein. Da sahen wir plötzlich nicht weit entfernt eine muntere Versammlung, alle mit schwarzen Luftballons, viel trara veranstaltend…  „mmm, schwarze luftballons…“ Ich stehe also auf und beweg mich hin zu dieser energiegeladenen Truppe, mal sehen ob’s was gratis gibt und was zum Deiwel die eigentlich wollen, vielleicht ist es ja zur Abwechslung mal was Lustiges oder sogar – oh wunder!- etwas Sinnvolles…

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